Das Sommerfest steht an, und die Organisation liegt wie jedes Jahr bei denselben drei Leuten. Wer schon einmal ein Vereinsfest auf die Beine gestellt hat, kennt die Stelle, an der es kippt: Es ist nicht der Aufbau, sondern die Woche davor.

Früh anfangen heißt anders anfangen
Die meisten Feste scheitern nicht an fehlender Zeit, sondern an ungeklärten Zuständigkeiten. Ein Datum steht, eine Liste existiert, aber niemand weiß, wer den Getränkewagen bestellt. Zwei Wochen vorher stellt sich heraus, dass es niemand getan hat.
Hilfreich ist eine schlichte Aufteilung in vier Bereiche mit je einer verantwortlichen Person: Technik und Aufbau, Verpflegung, Programm, Anmeldung und Kasse. Vier Namen, nicht vier Arbeitsgruppen.
Die Punkte, die erfahrungsgemäß vergessen werden
- Strom. Wie viele Anschlüsse gibt es tatsächlich, und reichen die Leitungen bis dorthin, wo Kühlung und Musik stehen sollen?
- Schlechtwetter-Variante. Nicht als Notfallplan im Kopf, sondern als Entscheidung mit Frist: Wer entscheidet wann, und was passiert dann konkret?
- Abbau. Beim Aufbau helfen alle, beim Abbau am nächsten Morgen drei. Wer das vorher benennt und einteilt, erspart sich Ärger.
- Müll. Ausreichend Behälter und die Frage, wohin der Abfall danach kommt. Klingt banal und ist regelmäßig das Problem am Sonntagvormittag.
Rechtliches, das schnell übersehen wird
Sobald öffentlich eingeladen wird, gelten andere Regeln als beim internen Grillen. Je nach Gemeinde braucht es eine Anzeige der Veranstaltung, bei Ausschank gegen Entgelt eine Gestattung, und bei Musik ist die GEMA zuständig. Ein Anruf beim Ordnungsamt klärt in zehn Minuten, was sonst wochenlang Halbwissen bleibt.
Wird Essen zubereitet und abgegeben, kommen Hygienevorgaben hinzu. Auch das ist meist unkompliziert, aber besser vorher geklärt als hinterher diskutiert.
Der Teil, der am meisten bringt
Eine kurze Nachbesprechung, eine Woche später, eine halbe Stunde. Was lief gut, was hat gefehlt, was macht man nächstes Jahr anders. Fünf Notizen daraus sparen beim nächsten Mal mehr Zeit als jede Checkliste aus dem Internet.
Im Grunde gibt es für Spendenaktionen nur eine Hauptsaison, nämlich die Vorweihnachtszeit. Dann wird man geradezu überflutet mit Spendenaufrufen, von öffentlicher Seite, die Hilfsorganisationen rufen dazu auf, Fernsehsender machen Aktionen, und in vielen Firmen wird in der Zeit vor Weihnachten ebenfalls für einen guten Zweck gesammelt. So schön wir das natürlich finden, so bleibt doch ein wenig ein zwiespältiges Gefühl. Zum einen, weil, so berechtigt das ist, häufig für weit entfernte Gegenden gesammelt wird. Der Blick auf das große Ganze ist natürlich schon wichtig, aber wie leicht ist es, angesichts des globalen Elendes, die Bedürftigen vor der eigenen Tür zu vergessen?
Für die meisten von uns ist der Name wohl bekannt, Per Mertesacker ist ein sehr bekannter deutscher Fußballspieler, der zehn Jahre lang in der Nationalmannschaft spielte. Eine herausragende Persönlichkeit ist er nicht nur wegen seiner Körperlänge, sondern weil er sich auf und neben dem Platz stets ausgesprochen fair präsentiert hat. Trotz seiner Spielposition in der Abwehr und seiner Zweikampfstärke kam Mertesacker aufgrund seiner Spielintelligenz und seines guten Stellungsspiels mit sehr wenigen Verwarnungen aus und wurde fast nie vom Platz gestellt. Außerdem gründete er eine Stiftung, die sich für sozial benachteiligte Kinder jeder Art einsetzt.